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Familien-, Eltern- oder Erziehungsberatung nach §107 Abs. 3 Z 1 AußStrG

Seit 1.2.2013 kann das Gericht einen verpflichtenden Besuch einer Familien-, Eltern- oder Erziehungsberatung anordnen.

Ziele einer solchen Beratung:

  • 1. Herstellen einer tragfähigen, vertrauensvollen Beratungsbeziehung
    • 1.1. Auseinandersetzung mit dem Umstand der „Anordnung“ - die Beratung als Chance sehen.
    • 1.2. Thematisierung der (unterschiedlichen) Anliegen der Elternberatung
    • 1.3. Entwicklung von gemeinsamen Beratungszielen
  • 2. Entwicklungsprozesse und Lebenssituation der Kinder in den Mittelpunkt stellen
  • Langanhaltende strittige Elternkonflikte bringen enorme emotionale Belastungen für Kinder, die meist zu starken seelischen Anspannungen führen. Das kann die innerpsychischen Verarbeitungsmöglichkeiten der Kinder überfordern und so eine gesunde Entwicklung gefährden. Es ist daher notwendig, das Eltern den gemeinsamen Fokus auf die Nöte, Krisen und Entwicklungsbedürfnisse der Kinder legen – „die Welt mit den Augen ihrer Kinder sehen“.
  • 3. Fachliche Aufklärung darüber, was Kinder entlastet und stützt
    • 3.1. „Psychische Bewegungen“ der Kinder sind notwendig um das seelische Gleichgewicht wieder zu erlangen. Diese Reaktionen der Kinder sind nicht bewusst gesteuert oder initiiert.
    • 3.2. Kinder, die keine auffälligen Reaktionen zeigen sind trotzdem belastet.
    • 3.3 Aufklärung über die möglichen Chancen einer Trennung
  • 4. Reduzierung der elterlichen Konflikte
    Eltern sollen in der Lage sein, sich auf die Nöte und Anliegen der Kinder einzulassen, trotz bestehender Konflikte. Insofern sollen gemeinsam Besuchsregelungen, Erziehungsmaßnahmen und Unterstützungen der Kinder vereinbart werden.

Der/die BeraterIn übernimmt weder eine Kontrollfunktion noch gutachterliche Aufgaben, daher sind keinerlei inhaltliche Rückmeldungen an das Gericht zu geben.

Ausnahme: Mitteilungspflicht bei Kindeswohlgefährdung nach §37 B-KJHG.

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