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Behandlung

Schul- und Entwicklungsprobleme bzw. Teilleistungsschwäche(n)

Legasthenie

Schlechte schulische Leistungen können ihre Ursache in einer nicht erkannten und unbehandelten Lese-Rechtschreibschwäche/Legasthenie haben. Dabei zeigen sich bei normal intelligenten Kindern und Jugendlichen Probleme beim Schreiben und Lesen Lernen in typischen Symptomen. Das sind Verwechslungen von Buchstaben, eine große Fehlerzahl beim Abschreiben und freien Schreiben – dabei können eingeübte Worte u.U. recht gut erlesen werden und die Lesegeschwindigkeit hoch sein.

Dyskalkulie

Wenn ihr Kind trotz ordentlicher Beschulung und regelmäßigen Übens bei einfachen Rechenoperationen stockt und sie merken, dass es bei gewissen Rechenaufgaben immer noch die Finger verwendet (zählt statt rechnet), dann kann dies ein Hinweis auf eine Rechenschwäche/Dyskalkulie sein, die einer ausführlichen psychologischen Diagnostik und Behandlung bedarf.

Legasthenie-, Dyskalkulietraining

Wesentlich ist, dass sich diese Störungen leider nicht spontan zurückbilden, sondern behandelt werden müssen. Grundlegende Wahrnehmungsdefizite müssen aufgearbeitet, die individuellen Fehlermuster herausgearbeitet und das Kind individuell gefördert werden. Denn es gilt Folgeprobleme wie emotionale Schwierigkeiten, Leistungs- oder gar Schulverweigerung oder soziale Probleme wie Mobbing zu verhindern.

ADHS (Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung)

ADHS bezeichnet ein Verhalten von Kindern, das durch Unaufmerksamkeit (Sprunghaftigkeit, Ablenkbarkeit), motorische Unruhe (ständiges In Bewegung sein) und Impulsivität (sofortiges Ausagieren von Handlungen, Herausplatzen mit Antworten) gekennzeichnet ist. Die Konzentrationsprobleme können oft die schulischen Leistungen erheblich beeinträchtigen. Durch ihre Impulsivität handeln sich die Kinder eine Menge sozialer Probleme ein. Durch das störende und unkontrollierte Verhalten kommt es zu sozialen Anpassungsschwierigkeiten bei hyperaktiven Kindern und sie sind überdurchschnittlich unbeliebt bei Mitschülern.

AD(H)S-Behandlung, Konzentrationstraining

Eine klare Unterscheidung der Probleme, eine genaue Diagnosestellung ist essentiell für die Behandlung: Handelt es sich um ein reines Aufmerksamkeitsproblem (ADS) oder besteht zusätzlich Hyperaktivität (situationsspezifisch oder allgemein)? Treten aggressive und dissoziale Verhaltensweisen im Rahmen einer zusätzlichen Störung auf? Denn Konzentrationsprobleme können auch andere Ursachen, wie soziale Probleme (unsichere familiäre Situation), haben oder im Rahmen emotionaler Probleme auftreten.

Besteht tatsächlich eine AD(H)S-Problematik sollte dem Kind geholfen werden, denn dann leidet es selbst unter seinem Verhalten. Was den Verlauf betrifft, besteht die Störung unbehandelt bis ins Erwachsenenalter fort.

Um in der Behandlung auch den Problemen entgegenzuwirken, die ADHS mit sich bringt (Raufereien, schulische Probleme) muss an den kommunikativen Kompetenzen, dem mangelnden sozialen Wissen, den Verzerrungen in der Informationsverarbeitung und der Fähigkeit zur Selbstkontrolle gearbeitet werden. Auch Elternarbeit ist ein wesentlicher Teil der Behandlung.

Wut/Oppositionelles/Trotzverhalten/Aggression

Häufige Wutanfälle, ständiger Streit mit Erwachsenen und das dauernde Widersetzen gegen die Regeln Erwachsener und Reizbarkeit sind Manchmal Ausdruck von sogenanntem „oppositionellem Trotzverhalten“ im Kindesalter. Im Jugendalter kann sich dieses Verhalten zu einer „Störung des Sozialverhaltens“ steigern, wenn zu aggressivem Verhalten gegen andere Menschen oder Tiere, die Symptome „Zerstören von Eigentum“, „Lügen“ und „Diebstahl“ hinzukommen.

Behandlung

Verhaltenstherapeutische Therapieprogramme zur differenzierten Wahrnehmung von Konfliktsituationen, Elterntraining, schulische Interventionen oder Antiaggressionstraining sind sinnvoll.

Antiaggressionstraining

Aggressive Jugendliche nehmen die Realität oft verzerrt wahr, interpretieren das Verhalten anderer vorschnell als Angriff und reagieren mit körperlicher Aggression, die freilich auch nicht folgenlos bleibt. Es geht darum Empathie und ein Verständnis für die Gefühle anderer zu erlernen und darum zu lernen, Frustrationen auszuhalten. Zusätzlich bietet sich ein Selbstsicherheitstraining für diese Jugendlichen an. Aber auch ein Selbstsicherheitstraining kann helfen.

Selbstsicherheitstraining

In dem das Kind, der Jugendliche seine Stärken kennenlernt und seinen eigenen Wert erkennt, lernt es/er mit negativen Einflüssen von außen souverän umzugehen.

Training sozialer Kompetenz

Sozial kompetentes Verhalten verändert den Blick anderer auf ihr Kind und macht es quasi immun gegen Angriffe von Außen. Man lernt mit dem nötigen Selbstbewusstsein soziale Situationen zu meistern, Forderungen zu stellen und um Hilfe zu bitten, Nein zu sagen.

Erlernt werden diese nützlichen Fähigkeiten in Rollenspielen, Fantasiereisen, durch Visualisierung oder anhand körperorientierter Übungen.

Affektive Probleme

Grundsätzlich kann Depression schon ab dem Kleinkindalter auftreten, nur äußert sie sich teilweise anders als bei Erwachsenen. Gefühle der Traurigkeit und Niedergeschlagenheit können von Kindern manchmal nicht gut benannt werden, deutlich wird aber eine verminderte emotionale Ansprechbarkeit auf äußere Ereignisse. Auf Affektveränderungen können plötzliche starke Ängstlichkeit, erhöhte Reizbarkeit, Gefühle von Einsamkeit oder Klagen darüber, keine Freunde zu haben hinweisen. Schon Kinder können Gefühle der Wert- und Bedeutungslosigkeit haben.

Depression im Kindesalter

Essentiell sind: Aktivierung, Affektive Erziehung (welche Gedanken führen in welche Stimmung etc.), Interventionen zur Reduktion von Angst und Spannungszuständen und zur Ärgerkontrolle –natürlich kindgerecht dargebracht, eingebettet in Geschichten und bildhafte Vorstellungen.

Das Training sozialer Kompetenzen, das Selbstsicherheitstraining („Assertivness-Training) wird auf das Kind abgestimmt und seine Probleme beim Treffen von Entscheidungen und Problemlösen bearbeitet.

Angst

Das Spektrum möglicher Ängste im Kindes- und Jugendalter ist groß. Furcht und Angst sind altersspezifisch- und stadienbezogen in der Entwicklung eines Kindes vorgesehen und bis zu einem gewissen Grad normal und sinnvoll.

Eingeteilt werden sie nach dem internationalem Diagnosesystem der WHO (ICD) in solche, die ihren Beginn/Erstmanifestation in Kindheit und Jugend haben (z.B.: Trennungsangst) haben und solche, die altersunspezifisch auftreten können (generalisierte Angststörung, Panikstörung). Wenig bekannt ist, dass die Zwangsstörung zu den Angststörungen zählt.

Ängste können auf konkrete Objekte begrenzt (spezifische Phobien) und Situationen betreffen, in denen man von anderen Menschen beurteilt wird (Sozialphobie, Prüfungsangst).

Manche Kinder leiden unter einer übermäßigen Angst vor der Trennung von Bezugspersonen, an die sie emotional gebunden sind (Trennungsangst). Die Kinder wollen die Eltern nicht fortgehen lassen deshalb nicht zur Schule gehen. Angesichts einer bevorstehenden Trennung können auch körperliche Beschwerden (Kopf-, Bauchschmerz) auftreten. Manche Jugendliche leiden unter einer übermäßigen Ängstlichkeit und Besorgtheit, die verschiedene künftige Ereignisse und die Angemessenheit früheren Verhaltens betrifft.

Angstbehandlung

Ängste, die übermäßig nicht altersgemäß und beeinträchtigend sind, sind behandlungsbedürftig. Bewährt haben sich verhaltenstherapeutische symptombezogene Techniken, Entspannungstraining, Desensibilisierung (langsame Konfrontation), Expositionstraining (Konfrontation) und das Erlernen sozialer Kompetenzen.

Beispiel Prüfungsangst:

Ein Entspannungstraining (z.B. Autogenes Training, Phantasiereisen) hilft dem Kind/Jugendlichen den Angstkreislauf zu unterbrechen und fördert allgemein die Selbststeuerungsfähigkeit; Konzentrationsfähigkeit. Die zusätzlich Detailanalyse und Korrektur des Verhaltens in bestimmten Situationen, das Erlernen von Bewältigungs- und Lernstrategien nimmt zusätzlich Ängste.

Schlafstörungen

Ein Einschlafproblem liegt z.B. dann vor, wenn man länger als eine halbe Stunde braucht, um einzuschlafen. Bei Durchschlafproblemen werden die Eltern an mehr als 5 Nächten in der Woche geweckt. Bei Jugendlichen ist manchmal Hypersomnie, also übermäßiges Schlafen, zu beobachten. Aber auch die sogenannten Parasomnien, wie nächtliches „wach“ sein und Schreien (Pavor Nocturnus), Schlafwandeln (Somnambulismus) oder Zähneknirschen (Bruxismus) zählen zu den Schlafstörungen.

Ihre PsychologIn verrät Ihnen in der Beratung gerne einige wichtige Kniffe, wie ihr Kind wieder zu ordentlichem Schlaf finden kann. Innere sowie äußere Bedingungen sind für einen gesunden Schlaf wesentlich.

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